+++ Blockchainmoney-Informationen für Interessierte und Anfänger +++

Was ist Blockchain- / Kryptogeld ?


Kryptogeld ist digitales Geld, das unabhängig vom Bankensystem und von staatlicher Kontrolle funktioniert. Es hat einen Wechselkurs zu Schuldgeld wie Euro oder Dollar, der sich nach der Nachfrage richtet und nicht der Steuerung durch Zentralbanken unterliegt. Damit ist es grundsätzlich unabhängiges Geld, das in vielen Fällen frei ist von Inflation.


Es geht aber eigentlich nicht nur um Geld oder Währungen, sondern vereinfacht gesagt, um sichere, nicht veränderbare Transaktionen von Werten über das Internet. Das können Währungen sein, aber auch Dokumente und Formulare, bei deren Transaktion sicher gestellt sein muss, dass sie nicht kopiert oder manipuliert werden können.


Blockchainmoney

Normales FIAT-Geld wie der Euro wird von Banken als Schuldgeld geschöpft und seine Verteilung wird vom Bankensystem dokumentiert und begrenzt. Kryptogeld dagegen braucht keine Banken, weil es von jedem einzelnen Teilnehmer des Systems dokumentiert und kontrolliert wird. Mit der sogenannten Blockchain-Technologie wird sichergestellt, dass Blockchaintransaktionen nicht manipuliert werden können. Jede Transaktion wird digital von jedem Teilnehmer gespeichert und ermöglicht so die Berechnung des Transfervolumens und der Nachfrage, also der Kurse. Und jede Transaktion muss von einer kleinen Zahl an Teilnehmern bestätigt werden, um ausgeführt werden zu können. Das läuft alles auf digitalem Wege und automatisiert online.




Im Falle von Bitcoin ermöglichen sogenannte Miner die Produktion des Geldes (zumeist Coins genannt) auf elektronischem Wege durch das Lösen bestimmter Rechenaufgaben mit Hilfe von Prozessoren. Derjenige Miner, der eine Rechenaufgabe als erster löst, erhält eine bestimmte Menge an Coins, dessen Zahl im Laufe der Zeit sinkt, während deren Marktwert steigt. Die Produktion von Coins erfolgt solange, bis die festgelegte Höchstgrenze erreicht ist. Vergleichbar ist dieses Mining mit der Förderung von z.B. Gold. Den Minern unterliegt auch das Prüfen von Transaktionen und deren Speicherung in den sogenannten Blöcken. In diesem Falle spricht man von der "Proof-of-work"-Technik.


Grundsätzlich kann jeder Mensch Kryptogeld kaufen und verkaufen. Es bedarf keines Bankkontos dafür, sondern eines Kontos auf einer online Handelsplattform bzw. digitaler Börse (siehe Übersicht). Da man sich auf diesen Plattformen anmelden und ausweisen muss, ist Kryptogeld nicht vollständig anonym.


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Das erste Kryptogeld war der Bitcoin, der im Jahr 2009 eingeführt wurde. Er wurde zunächst skeptisch betrachtet und hatte einen sehr geringen Wert, auch weil zu Beginn nur wenige Interessierte in diesem neuen Markt aktiv waren. Die Nachfrage stieg jedoch stetig an, und mit der Anzahl an Teilnehmern stieg auch die Sicherheit des Systems und der Wert des Bitcoins. In 2009 konnte man einen Bitcoin für unter einem Euro erwerben, mit einer minimalen Investition konnte man also einige Bitcoins kaufen. Je mehr Menschen am System teilnehmen und nachfragen, desto höher steigt der Kurs.



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In den vergangenen acht Jahren ist der Kurs mit Schwankungen beständig gestiegen, und seit April 2017 ist er geradezu explodiert, so dass einige der ersten Käufer sehr reich geworden sind. Und trotz vieler gegenläufiger und kritischer Meinungen und Anfeindungen steigt der Kurs stetig weiter.


Marktkapitalisierung 2017 - Blockchainmoney

Immer mehr Kryptowährungen sind seitdem eingeführt worden, und es scheint, dass der Markt gerade erst beginnt, interessant zu werden. Weil auch immer mehr Großinvestoren und sogar Banken den Wert und die Vorteile des Blockchaingeldes erkennen. Japan hat den Bitcoin Ende März 2017 als offizielles Zahlungsmittel zugelassen und weitere Länder werden vermutlich folgen. Somit wird das Vertrauen in digitale Währungen weiter steigen.


In einigen Ländern kann man mit Kryptogeld wie dem Bitcoin oder dem Ethereum ganz normal bezahlen und Dollars oder andere Währungen überall tauschen.



Innerhalb der Blockchain-Währungen muss man unterscheiden zwischen denjenigen Projekten, die rein als Währung dienen sollen (wie Bitcoin, Litecoin, Dash, Zcash, Monero, Bytecoin, u.vm.) und denjenigen dezentralen Anwendungen, die zumeist auf Ethereum als Plattform für sogenannte Smart-Contract basieren, und ihre Coins zur Verechnung von Leistungen innerhalb der Anwendung nutzen.





Da Blockchaingeld nicht der staatlichen Kontrolle oder dem Zugriff unterliegt, scheint es in einem globalen Finanzsystem, dass sich immer weiter auf den Kollaps zubewegt, eine relativ sichere Alternative zu sein. Auch wenn man keine Noten oder Münzen in den Händen hält. Allerdings muss einschränkend gesagt werden, dass die Sicherheit durch die Tatsache eingeschränkt wird, dass es sich eben um digitales Geld handelt und somit potenziellen Hackerangriffen ausgesetzt ist.


Besonders interessant könnte es werden, wenn die Bemühungen der Regierungen fortschreiten, Bargeld ganz zu verbieten und abzuschaffen. Dann werden digitale Währungen das Geld der Zukunft sein, allerdings vermutlich keine dezentralen, sondern kontrollierte zentralisiserte Kryptowährungen.


Wenn sich Blockchaingeld durchsetzt, wird es unser Leben und unsere Gesellschaft fundamental verändern. Es könnte das alte Geldsystem mit all seinen negativen Konsequenzen beenden.


Entwicklung der Blockchain-Technologie


Die Blockchain-Technologie verändert sich ständig und wird an zunehmende Anforderungen und Komplexitäten angepasst. Es handelt sich um eine dynamische Technologie, die noch längst nicht endgültig fertig ist. Mittlerweile spricht man bei neuen Plattformen bereits von der dritten Generation.


Bitcoin war der Anfang in 2009 (die erste Generation) mit der Idee und der Zielsetzung, Werte (engl. assets) sicher und schnell digital direkt von einem Sender zu einem Empfänger schicken zu können, und zwar ohne Mittelsmann. Als Wert kam z.B. Geld in Frage, und so entstand der Bitcoin als mögliches digitales Zahlungsmittel.


Die zweite Generation ist Ethereum, eine dezentrale programmierbare Plattform, mit der man nicht nur Werte versenden kann, sondern den Versand an bestimmte, frei programmierbare Bedingungen knüpft. So enstanden sogenannte "Smart-Contracts", also intelligente Verträge, die neue Möglichkeiten für den direkten Versand von digitalen Werten, andere als nur Geld, eröffneten.


Schon bald ergaben sich jedoch offensichtliche Restriktionen und Begrenzungen der Technologie, die auf dem "Proof-of-Work" beruhten. Es konnten nicht ausreichend viele und schnelle Transaktionen durchgeführt werden. Damit wurden die bestehenden Blockchains langsam und teuer, was vor allem Bitcoin betraf und noch betrifft. Neuere Plattformen basieren zwar zumeist auf Ethereum, haben aber techologische Verbesserungen eingebaut, die das Problem der Skalierbarkeit, der Schnelligkeit und auch das der Vernetzbarkeit mit anderen Plattformen beheben sollen. Diese Plattformen zählen zur sogenannten dritten Blockchain-Generation. Ethereum wird entsprechend weiter entwickelt.



Häufiger vorkommende Begriffe einfach erklärt:





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