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Blockchain-Interoperabilität


Mai 2022


Blockchainstar Die Kryptoindustrie arbeitet noch immer hauptsächlich und fieberhaft an technischen Lösungen und Optimierungen, insbesondere an der Cross-Chain-Kommunikation, die eines der Hauptziele für zukünftige Anwendungsfälle und Nutzerfreundlichkeit sein dürfte. Da Blockchains auf unterschiedlichen Programmiersprachen, Frameworks und Infrastrukturen aufgebaut sind, können Ketten normalerweise nicht miteinander kommunizieren, da die Art und Weise, wie Informationen weitergegeben werden, von Kette zu Kette unterschiedlich ist.


Gängige Lösungsansätze für Interoperabilität sind Brücken (Blockchain-Bridges) wie Multichain und Wormhole, Inter-Blockchain-Communication Protocol (IBC) oder dezentralisierte Exchanges (DEXes). Eine andere Lösung sind Layer-0-Plattformen wie z.B. Polkadot und Cosmos oder auch das neuere LayerZero-Projekt.


Das Problem mit den erst genannten Lösungen ist jedoch, dass sie aufgrund ihrer komplexen Natur sehr anfällig für Hacks und Exploits (Schwachstellenausnutzung) sind. Blockchain-Brücken sperren Assets in mehrere Tresoren in den verschiedenen Ketten, auf die Nutzer zugreifen können. In diesen Tresoren lagern Milliardenwerte, die Anreize für Hacker bieten und bereits zu hohen Verlusten durch Angriffe führten.

Layers Middle-Chain-basierte DEXs wie z.B. THORChain können als verbesserte Version traditioneller Brücken angesehen werden, da sie paarweise Liquiditätspools verwenden, um Token zwischen Ketten von Drittanbietern zu übertragen. Thorchain nutzt dazu seine Front-End-Schnittstelle THORSwap und den eigenen Token RUNE. Leider macht dies eine einfache Swap-Transaktion viel komplexer und teurer, als sie eigentlich sein sollte. Zudem besteht auch hier die Gefahr von Hacks.


Layer-0-Protokolle sehen sich als das Fundament für alle Blockchain-Protokolle. Während Layer-1-Projekte den Aufbau dezentraler Anwendungen (dApps) auf der Blockchain ermöglichen, ermöglichen Layer-0-Projekte den Aufbau ganzer Blockchains darauf, sowie auch eine kettenübergreifende Interoperabilität zwischen diesen, sodass sie miteinander kommunizieren können. Isolierte Blockchains können dies typischerweise nicht.


Layer-0-Protokolle umgehen die Einschränkungen von Layer-1-Plattformen: Einschränkungen der Skalierbarkeit und Transaktionsgeschwindigkeit, der Benutzerfreundlichkeit, der Progarmmiersprachen und der Flexibilität der Governance.


Layer-0-Protokolle ermöglichen es, benutzerdefinierte Blockchains zu erstellen, nach eigenen Spezifikationen und Wünschen. Entwickler können entscheiden, ob die Blockchain über Staking, On-Chain- oder Off-Chain-Governance, und das bei vollständiger Interoperabilität mit anderen Blockchains.


Cosmos bietet ein Framework und Open-Source-Tools wie Tendermint, Cosmos SDK und IBC, damit interoperable Blockchains erstellt werden können, die ein Internet der Blockchains bilden.


Polkadot stellt eine Basiskette namens Relaychain, an die Parachains - eigeneständige Blockchains - über Brücken angebunden sind, und die Interoperabilität zwischen den Parachains garantiert. Die Brücken von Polkadot ermöglichen es diesen Parachains auch, sich mit externen Netzwerken wie Ethereum und Bitcoin zu verbinden und mit ihnen zu kommunizieren. Durch die Verwendung des Substrate-Frameworks von Polkadot kann jeder eine anwendungsspezifische Polkadot-Parachain erstellen.


Das LayerZero-Protokoll stellt eine Layer-0-Kommunikations-Plattform, über die Blockchains und Anwendungen sich direkt miteinander austauschen können. Auf dieser Plattform können Blockchains und Anwendungen aufbauen oder an diese angeschlossen werden.



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