+++ unabhängige und aktuelle Blockchain-Informationen - Blockchainmoney.de +++

Folgender Artikel dient nur zur Information und Unterhaltung. Bitte beachten Sie den Haftungsausschluss.


Ein neues Weltwährungssystem


Dezember 2020


Kristalina Georgieva, Geschäftsführerin des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington DC, hat das nach dem Zweiten Weltkrieg eingerichtete Finanzsystem von Bretton Woods für beendet erklärt.

Sie argumentierte, dass die Verschuldung im Jahr 2021 noch deutlicher steigen werde, auf rund 125 Prozent des BIP in fortgeschrittenen Volkswirtschaften, 65 Prozent des BIP in Schwellenländern und 50 Prozent des BIP in Ländern mit niedrigem Einkommen.

Sie sagte, dass es ein neues Bretton Woods brauche, aber nicht, was genau dies neue Bretton Woods sein soll. Stattdessen scheint sie für eine teilweise Fortsetzung zu argumentieren und erklärt: "Was bei Bretton Woods wahr war, bleibt bis heute wahr."

Damit meint sie vor allem die von Keynes geforderte Steuerung und Kontrolle des Systems durch stattliche Maßnahmen. Dem Markt könne man die Eigensteuerung nicht überlassen, so wie die Anhänger Hayeks es fordern.

Welche Art von Reformen vermutlich hinter verschlossenen Türen diskutiert wird, ist unklar, aber sie sagte klar, dass höhere Schuldenstände toleriert werden sollten.

Aus ihren Worten muss wohl geschlossen werden, dass die aktuelle Geldpolitik weiter geführt und das Risiko einer Hyperinlation in Kauf zu nehmen oder gar Ziel ist.


CBDC Unterdessen intensivieren sich die Anstrengungen zur Einführung von digitalen Zentralbankwährungen. Selbst Staaten, die sich vor wenigen Monaten noch ablehnend äußerten, arbeiten wohl bereits an solchen neuen Formen des Geldes. Auch die BIZ (Bank für internationalen Zahlungsausgleich oder "Zentralbank der Zentralbanken") intensiviert ihre Aktivitäten und gibt Empfehlungen aus. Sie fordert aktuell, dass die sogenannten CBDCs nicht in Konkurrenz zum herkömmlichen Geld (also Bargeld) eingeführt werden sollten. Ähnliche Äußerungen hörte man auch schon vom IWF und von der EZB.

Aber kann man dies glauben ? Warum dann überhaupt digitales Zentralbank-Geld ? Die Bemühungen um Reglementierung oder gar Verbot von sogenannten Stablecoins, insbesondere mit der Angst vor mächtigen Coins wie Libra von Facebook lassen darauf schließen, dass man in Zentralbank- und Regierungskreisen die Kontrolle bewahren will oder diese gar noch stärker ausbauen.
Mit CBDCs kann eine totale Kontrolle über das Geld erreicht werden, insbesondere dann, wenn eine noch stärkere Zentralisierung der Währungskontrolle und eine Ausgabe von digitalem Helikoptergeld durch Zentralbanken an strikte Transfer- und Konsumbedingungen geknüft wird, wie viele Experten dies befürchten.

Die Abschaffung des Bargeldeinsatzes ist dann nur eine Frage der Zeit und kann schleichend geschehen, indem man es unwirtschaftlich und untauglich macht. Entsprechende Ideen wurden ja bereits diskutiert. Die BIZ-Empfehlung dürfte dann wohl nicht mehr als ein frommer Wunsch oder gar ein Witz sein.

Der Wert des bisherigen Geldes dürfte allerdings schon wegen der aktuellen Politik der ungeheuren Verschuldung und Inflationierung dramatisch gegen Null gehen und damit wertlos werden, so dass man sich um ein gesetzliches Verbot gar keine Gedanken mehr machen muss.

Man darf sicher sein, dass digitales Geld die Zukunft ist, nicht nur weil es politisch gewollt ist, sondern weil es so viele Vorteile besitzt und einen Neuanfang ermöglicht.
Fragt sich nur, ob es ein gerechteres und dezentrales Geldsystem werden kann oder ob es durch verstärkte Zentralisierung und Kontrolle noch restriktiver wird und unfreier macht.



Anzeige**

Bitbox

money

Aktuelle Live-Kurse in USD (24 Stdn)


Krypto Fear & Greed Index